Bagagewagen

Die Funken und Ihr Bagagewagen.

Ein alter Hanomag AL 28. Cooles Teil nicht der stärkste aber man fällt auf!

Einmal, als Oldtimerfan, verträumt das Teil angeschaut und schon steht einer da und bequasselt mich, ich könne doch auch den Wagenbaumeister der Funken machen. zwei Jahre ging das gut, viel Spaß gehabt mit dem Hanomag und auch dem Schlepper und der Feldküche aber dazu an anderer Stelle mehr.

Dann haben sich meine Befürchtungen bewahrheitet, denn die Substanz des Hanomags ist leider nicht die beste. Es ist nicht immer das was schick aussieht, auch schick im innern.

Der letzte Tüv Mensch kam mit nem dicken Schraubenzieher und hatte leider kein alzu großen Wiederstand dafür aber große Motivation selbigen Durch den Hanomag zu stecken.

Einstiegsstufen, Bremskessel, Trittbleche, Fußraum… alles doch sehr sehr durchgerostet.

Alles wurde vom Vorbesitzer mal mit Epoxidharz und Glasfasermatte überklebt und somit sah man den Rost nur an ganz kleinen wenigen stellen. Der Klang war aber sehr hohl. Kurzum, Tüv war nicht, also ab in die Wagenbauhalle und den Glasfasermist mal abgezogen, bzw. abgeflext um zu schauen wie es denn wirklich drunter aussieht.

OHA!!

Dann schauen wir mal was da noch so alles kommt:

Dann schneiden wir mal alles raus, was nicht mehr zu retten ist.

Da bleibt nicht viel über.

An alle die glauben, Glasfasermatte sei toll, unter dem Zeug kanns weiterrosten. Hier ist leider auch der Träger schon durch. Wenn die Ablaufbohrungen auch zugekleistert werden, kann eindringendes Wasser nicht mehr raus und rostet sich durch. Und Wasser kommt immer und überall rein. Die große Frage ist halt, wie es wieder raus kommt…

Den Träger konnte ich glücklicherweise zuschweißen. den Rest Rostbehandeln.

Aus Winkel mal kurzerhand ein neuen Schweller gebaut…

Blech angefertigt mit passenden Löchern drin um selbiges auf den Trägern festschweißen zu können.

Eingeschweißt und Farbe drauf. Ach ja, da war noch was mit dem Windkessel der Bremse. Da hab ich mittlerweile einen neuen aber der passt nicht in die alten Aufnahmen, also auch da mal was neues gebaut.

In dem Zuge auch die kpl. verrostete Einstiegsstufe ersetzt, Jetzt wackelt da nix mehr.
Oh, beim Einsteigen gesehen dass die B Säule unten aus dem Führerhaus kommt. Hmmm, wie oben schon mal erwähnt: Nix gut!

Leider keine Substanz mehr da also von unten heraus ein Träger geformt und die B-Säule eingefangen und eingeschweißt:

JETZT wackelt da wirklich nix mehr. Hrhrhr.

Sollen wir mal ein vorsichtigen Blick auf die Beifahrerseite wagen?

Hmmmpf, Blöde Idee!

So wird das nix mit dem Tüv, außer ich kann Ihm glaubhaft erklären, dass das die Durchtrittmöglichkeit für ein Fred Feuerstein Auto ist.

Auf der Seite brauchte ich keine Flex, da reichte ein Handfeger und ein Staubsauger…

Lasset die Spiele beginnen:

Im Gegensatz zur Fahrerseite sind wenigstens noch Überreste des Schwellers übriggeblieben.

Weils drüben gut geklappt hat, hier also auch ein Winkel als Schwellerersatz

Pappe rein, Schablone basteln:

Das Teil aus Blech nachgebaut und wie drüben, rein damit:

Das Ding wär schon mal drin und alles stabiler als es jemals war. aber weit weg von fertig, da muss noch…

Da ist auch alles durch aber die Substanz drumrum noch besser, das wird also zugeschweißt und schön verschliffen.

Das ist der aktuelle Stand, Ich hab da noch was vor der Brust… 🙂